Reizüberflutung beim Baby

Die meisten Menschen brauchen Zeit, um sich an neue Situationen anzupassen, insbesondere, wenn viele neue Eindrücke gleichzeitig verarbeitet werden müssen.

Wer aus einem beschaulichen Landleben ins Herz einer Großstadt zieht, wird erst einmal Probleme haben, alles zu verarbeiten. Wie muss es da erst einem Neugeborenen gehen, das aus der Enge, Dunkelheit, Wärme und Stille des Mutterleibes kommt und auf das nun alles auf einmal einstürzt? Dieser Reizüberflutung hat das Baby zunächst nichts entgegenzusetzen. Um den Eltern zu signalisieren, dass eine Überforderung vorliegt, kennt es nur ein Mittel: Euer Baby schreit. Ist ein Baby überreizt, hat es Probleme, zur Ruhe zu kommen. Durch die vielen Reize atmen Babys häufiger, was auch zu Atemaussetzer kommen kann. Sie weinen und Schreien, oft mehrere Stunden am Stück, das nur durch Zuwendung, beim Stillen und Herumtragen gestillt werden kann. Doch wie kann es zu einer Überreizung kommen? Was sollten Mutter oder Vater beachten, dass ihr Kind nicht übermäßig vielen Reizen ausgesetzt ist? Und ist es wirklich von Kind zu Kind verschieden? Diesen und weitere Fragen widmen wir uns in folgendem Artikel.


Warum schreit das Kind: Reizüberflutung fürs Baby

Alle Babys werden beim Übergang vom Mutterleib in die Außenwelt mit einer intensiven Kaskade neuer Eindrücke geflutet. Das erste Mal atmen, das erste Mal einen Luftzug spüren, Farben, Geräusche, Weite. Diese Fülle an neuen Sinneseindrücken zu bewältigen gelingt manchen Babys besser und manchen nicht so gut. Letztere Babys zeigen ihren Eltern oft schnell, dass ihre Umwelt zu viel für sie ist. Sie schreien viel und häufig sind die Kinder unruhig und wollen viel herumgetragen werden. Wer will es ihnen auch verdenken? Was solche Kinder vor allem brauchen, ist mehr Ruhe, Geborgenheit der Bezugspersonen und ausreichend Zeit, sich an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

Info Grafik mit Worten zum Thema Reizüberflutung

 

Nach und nach werden sich so auch empfindliche Säuglinge an die vielen Außenreize gewöhnen. Ihr könnt aber dazu betragen, ihnen den Einstieg ins Leben so einfach wie möglich zu machen. Das erfordert für euch in eurer Freude und Begeisterung über das neue Familienmitglied natürlich auch etwas Zurückhaltung. Weniger ist mehr! Quietschbunte Spielzeuge, Rasseln, fremde Menschen, Gerüche, laute Geräusche vom nahen Fernseher oder Radio überfordern viele Babys in den ersten Lebensmonaten möglicherweise. Was zu viel ist, ist einfach zu viel.


Überreizung beim Tragen

Den Reizen dieser Welt schutzlos ausgeliefert sein ist ebenfalls einer der Gründe, weswegen davon abgeraten wird, dass Kinder mit Blickrichtung nach vorne getragen werden sollen. Wenn Baby permanent nach vorne schaut, sieht es zwar viel – aber eben manchmal auch zu viel. Dabei fehlt ihm jegliche Rückzugsmöglichkeit und der Blickkontakt zu den Eltern. Wird es dagegen mit dem Gesicht zu Mama oder Papa getragen, kann sich der Säugling bei Bedarf an die Brust kuscheln und alles um sich herum ausblenden. Der Körperkontakt in Verbindung mit der wohligen Enge kann beruhigend wirken und hilft vielen Kindern beim Einschlafen. Es kann selbst bestimmen, wann es sich eine Pause gönnt und wann es sich wieder neugierig umschaut. Doch auch aus orthopädischer Sicht ist das Tragen nach vorne zu vermeiden und kann zu einer Schädigung der noch weichen Hüftgelenke führen. Um eine altersgerechte Entwicklung zu gewährleisten, sollte immer in Absprache mit dem Kinderarzt oder der Kinderärztin gehandelt werden. 

Unsere swing2sleep wurde so entwickelt, dass die Eltern Entlastung erfahren, während die Babys natürlich und sicher in den Schlaf gewiegt werden. Die weiche Hängematte umhüllt euer Kind dabei wie im Mutterleib und mit den sanften Auf- und Abbewegungen schlafen Babys beim Schaukeln ein. So kann man auch das Baby hinlegen, das sich sonst nur auf dem Arm beruhigen lässt. 

Ursache abendlichen Weinens

Wer mit seinem Baby den ganzen Tag von einer Aktivität in die nächste stürzt, es permanent unterhält, ihm keine Ruhepausen gönnt und dabei sein Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf nicht erkennt oder ignoriert, der darf sich nicht wundern, wenn das Kind abends quengelig ist oder weint. Für die lieben Kleinen ist die große weite Welt noch furchtbar aufregend: Es gibt so viel Neues, Interessantes, Spannendes zu sehen und zu erleben. Das ist aber auch ganz schön anstrengend und bedeutet Stress für das Baby. Diese Hormone, die in solchen Situationen ausgeschüttet werden, muss euer Baby auch irgendwie wieder abbauen und loswerden. Früher ging man davon aus, dass abendliche Schreiattacken daran lägen, dass die Kinder Bauchschmerzen hätten. Heute weiß man, dass keinesfalls Luft im Bauch die Ursache ist, sondern, dass Babys in dieser Phase vielmehr versuchen, die vielen Ereignisse des Tages zu verarbeiten. Das Weinen ist das Ventil, um dem angestauten Stress Luft zu machen und ein Signal für die Eltern, die Tag anders zu gestalten.

Überreizung vorbeugen

Die Abhilfe scheint hier vergleichsweise einfach zu sein. Setzt euer Baby einfach nicht zu vielen Reizen aus. Ein Neugeborenes braucht auch noch keinen Terminkalender wie ein Topmanager: morgens Babymassage, mittags Pekip und danach noch schnell zum Schwimmen. Ihr könnt euer Baby ja fördern, aber bitte altersgerecht. Plant pro Tag maximal einen solchen Termin und ermöglicht eurem Nachwuchs dazwischen die nötigen Ruhe- und Erholungspausen. Alles, was Überforderung verursacht, sollte zumindest in den ersten Monaten vermieden werden. Sollte euer Kind weiterhin unruhig sein oder sogar unverhältnismäßig viel schreien, ist euer Kind vielleicht ein Schreibaby. Das verkompliziert die Lage etwas, doch auch hier haben wir zumindest ein paar Tipps für euch.

Was in jedem Falle hilft, ist ein fester Tagesablauf. Dabei können Rituale für das Kind eine wichtige Rolle spielen. Schon mit wenigen Schritten kann einem Baby so die nötige Sicherheit vermittelt werden, die es braucht, um nach einem aufregenden Tag zur Ruhe zu kommen. Eine Federwiege, wie die swing2sleep, kann dabei nicht nur dem Kind, sondern auch den Eltern die notwendige Ruhe vermitteln. Denn wenn euer Kleines überreizt, dann seid euch gewiss, dass auch ihr Eltern wenig Entspannung erfahren werdet.

Herzlichst
Eure Familie Schwede

Als Elternteil fragst du dich nicht, nach dem Sinn deines Lebens. Du siehst ihm jeden Abend beim Schlafen zu. Das Team von swing2sleep wünscht dir ruhige und erholsame Nächte.

1 Kommentar

Danke! Endlich mal jemand, der es ausspricht. Ich verstehe die ganzen Muttis heutzutage nicht, die mit ihren neugeborenen Baby zum Shoppen und in Restaurants rennen als wäre alles wie vorher. Abgesehen vom Wochenbett, was sich auch kaum eine mehr „gönnt“. Naja, muss ja jeder für sich selbst wissen.

Alexandra 08. Februar 2019

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