Zuletzt aktualisiert: September 2026.
Das Wichtigste in 20 Sekunden
- Normal: Atempausen unter 20 Sekunden, nach denen dein Baby von selbst weiteratmet („periodische Atmung“).
- Warnzeichen: Pause über 20 Sekunden, blaue oder blasse Lippen, schlaffer Körper, sehr langsamer Herzschlag.
- Handeln: Bei Warnzeichen sofort 112. Bei wiederholten Auffälligkeiten ohne Notfall: Kinderarzt oder Kinderärztin.
Das MSD Manual, das seit 1899 erscheinende medizinische Nachschlagewerk für Ärztinnen und Ärzte (Stand 2025), beschreibt periodische Atmung so: fünf bis 20 Sekunden normales Atmen, dann eine Pause unter 20 Sekunden. Bei gesunden Säuglingen ist das normal.
Atemaussetzer beim Baby sind in den ersten Lebensmonaten meist periodische Atmung: Auf fünf bis 20 Sekunden normales Atmen folgt eine Pause unter 20 Sekunden, dann atmet dein Baby von selbst weiter. Warnzeichen sind Pausen über 20 Sekunden, blaue Lippen, Schlaffheit oder ein sehr langsamer Herzschlag. Dann sofort ärztliche Hilfe holen, im Notfall die 112.
Dein Baby liegt ganz still. Du beugst dich über die Wiege, hältst selbst die Luft an und wartest auf den nächsten Atemzug. Zwei Sekunden. Fünf. Dann ein tiefer Seufzer, und alles geht weiter wie vorher. Fast alle Eltern von Neugeborenen kennen diesen Moment.
Die gute Nachricht zuerst: Kurze Atempausen gehören in den ersten Lebensmonaten zur normalen Atmung. Neugeborene schlafen im Schnitt 16 bis 18 Stunden am Tag, und in dieser Zeit atmen sie anders als Erwachsene: mal schnell, mal flach, mal mit Pause. Dieser Artikel zeigt dir, was normal ist, welche Zeichen du ernst nehmen musst und wie du die Atmung deines Babys in Ruhe prüfst.
Was ist periodische Atmung beim Baby?
Periodische Atmung ist ein Atemmuster, bei dem sich fünf bis 20 Sekunden normales Atmen mit Pausen unter 20 Sekunden abwechseln. Das Baby atmet danach ohne Hilfe weiter, die Hautfarbe bleibt rosig, der Körper entspannt. Kinderärztinnen und Kinderärzte stufen dieses Muster bei gesunden Säuglingen als normal ein, es ist keine Krankheit und keine Frühform des plötzlichen Kindstods.
Der Grund liegt im Gehirn: Das Atemzentrum, das den Rhythmus steuert, ist bei der Geburt noch nicht ausgereift. Es reagiert auf den Kohlendioxidgehalt im Blut noch ungleichmäßig, deshalb wechseln schnelle Atemzüge und kurze Pausen ab. Mit jeder Woche wird die Steuerung stabiler.
Wie lange dauern normale Atempausen?
Unter 20 Sekunden. Diese Grenze nutzen das MSD Manual (kostenlos online, mit Profi- und Patienten-Ausgabe) und die Kinderärzte-Fachgesellschaften weltweit. Die meisten Pausen bei gesunden Babys sind deutlich kürzer, oft nur drei bis zehn Sekunden. Entscheidend ist nicht nur die Sekundenzahl, sondern was dein Baby dabei tut: Bleibt es rosig und entspannt und atmet von selbst weiter, ist die Pause harmlos.
Die ersten Wochen mit Baby: Was wirklich zählt
Atmung beobachten, Stillen, Nabel, Vorsorgetermine, Schlaf. Im Wochenbett prasselt alles auf einmal auf dich ein. Unsere kostenlose Wochenbett-Checkliste sortiert die ersten acht Wochen: Was du brauchst, wann welche Untersuchung ansteht und wo du dir Hilfe holst.
Bis wann ist periodische Atmung normal?
Sie ist in den ersten Lebenswochen am häufigsten und nimmt danach ab. Eine Untersuchung an 99 gesunden, reif geborenen Säuglingen (Riordan et al., Pediatric Pulmonology 1994) maß den Anteil periodischer Atmung an der Schlafzeit: im Mittel 0,9 Prozent mit zwei Wochen und 0,3 Prozent mit zwei Monaten. Bei einzelnen gesunden Babys lag der Anteil zeitweise bei über 13 Prozent, ohne dass etwas fehlte.
Eine feste Altersgrenze, ab der periodische Atmung „verboten“ wäre, gibt es nicht. Bei Frühgeborenen enden echte Atemaussetzer bei 98 Prozent der Kinder bis zum errechneten Geburtstermin (MSD Manual). Wenn dein Baby älter als sechs Monate ist und du weiterhin häufig Pausen beobachtest, sprich das beim nächsten Vorsorgetermin an.
Warum atmen Neugeborene so unregelmäßig?
Im Bauch hat dein Baby nicht selbst geatmet, der Sauerstoff kam über die Nabelschnur. Nach der Geburt muss das Atmen erst zur Routine werden. Dazu kommt: Babys atmen fast nur durch die Nase, ihre Atemwege sind eng, und sie wechseln viel häufiger als Erwachsene zwischen leichtem und tiefem Schlaf. In der Traumphase (REM-Schlaf) ist die Atmung unregelmäßiger als im Tiefschlaf. Schnauben, Seufzen, kurze Pausen und dann wieder hastige Atemzüge sind die Folge.
Normal oder Warnzeichen? Die Übersicht
| Was du beobachtest | Normal | Warnzeichen: handeln |
|---|---|---|
| Dauer der Atempause | unter 20 Sekunden, Baby atmet von selbst weiter | über 20 Sekunden oder kürzer mit einem der Zeichen rechts |
| Hautfarbe | rosig, auch an Lippen und Gesicht | blau, grau oder auffällig blass |
| Muskelspannung | entspannt, bewegt sich normal | schlaff wie eine Stoffpuppe oder ungewöhnlich steif |
| Reaktion | lässt sich wecken, reagiert auf Berührung | reagiert nicht, wirkt abwesend |
| Atemgeräusche | Schnauben, Seufzen, leises Pfeifen im Schlaf | Stöhnen bei jedem Atemzug, Nasenflügel blähen sich, Einziehungen zwischen den Rippen |
| Atemfrequenz Neugeborenes | 40 bis 60 Atemzüge pro Minute im Schlaf (MSD Manual) | dauerhaft über 60 oder deutlich verlangsamt |
Faustregel: Ein Warnzeichen reicht. Du musst nicht warten, bis mehrere zusammenkommen.
Wann sind Atemaussetzer beim Baby gefährlich?
Ärztinnen und Ärzte sprechen von einer Apnoe, wenn die Atmung länger als 20 Sekunden aussetzt oder wenn eine kürzere Pause mit einem langsamen Herzschlag (unter 100 Schlägen pro Minute), blauer Hautfarbe oder einem Abfall der Sauerstoffsättigung einhergeht (MSD Manual, Profi-Ausgabe 2025). Das ist die Grenze, ab der eine Atempause abgeklärt werden muss.
Zwei Situationen musst du auseinanderhalten:
- Notfall (112): Dein Baby atmet nicht weiter, wird blau oder grau, ist schlaff oder reagiert nicht auf Ansprache und Berührung. Ruf sofort den Rettungsdienst und beginne, wenn du es gelernt hast, mit der Wiederbelebung.
- Abklären (Kinderarztpraxis, zeitnah): Dein Baby hatte eine auffällige Pause, hat sich aber von selbst erholt und wirkt jetzt normal. Oder du beobachtest immer wieder Pausen, die dir lang vorkommen. Beschreibe der Praxis genau, was du gesehen hast: Dauer, Hautfarbe, Muskelspannung, was davor passierte (Füttern, Schlaf, Weinen).
Was ist ein BRUE?
BRUE steht für „Brief Resolved Unexplained Event“, ein kurzes, von selbst beendetes, ungeklärtes Ereignis. Die American Academy of Pediatrics hat den Begriff 2016 eingeführt (Tieder et al., Pediatrics). Gemeint ist ein Ereignis bei einem Kind unter einem Jahr mit mindestens einem dieser Zeichen: blaue oder blasse Haut, fehlende, verminderte oder unregelmäßige Atmung, deutlich veränderte Muskelspannung, veränderte Ansprechbarkeit. Wichtig für dich: Ein BRUE ist eine Beschreibung, keine Diagnose. Es sagt aus, dass etwas Auffälliges passiert ist und ärztlich eingeordnet werden soll. Nach der Leitlinie gelten viele dieser Ereignisse bei Babys über 60 Tagen, die reif geboren wurden, deren Ereignis unter einer Minute dauerte und die keine Wiederbelebung durch Fachpersonal brauchten, als risikoarm.
Notfall: Was tun, wenn das Baby nicht atmet?
Ruf die 112 und sprich dein Baby laut an, berühre es, reibe sanft den Rücken oder die Fußsohlen. Viele Babys atmen auf diesen Reiz sofort weiter. Reagiert es nicht, beginnt die Wiederbelebung nach dem Schema, das du in einem Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge lernst (fünf Beatmungen, dann Herzdruckmassage). Die Handgriffe zeigt das Deutsche Rote Kreuz auf seiner Seite zur Wiederbelebung bei Kindern und Säuglingen. Unsere Empfehlung an alle werdenden Eltern: einen Erste-Hilfe-Kurs am Säugling vor der Geburt machen. Zwei Stunden, die im Ernstfall alles ändern.

Wie prüfe ich, ob mein Baby noch atmet?
Drei Handgriffe, ohne dein Baby zu wecken:
- Hand auflegen: Leg deine flache Hand auf Brustkorb oder Bauch. Neugeborene sind Bauchatmer, die Bewegung ist am Bauch oft deutlicher als an der Brust.
- Lauschen und fühlen: Geh mit Wange und Ohr nah an Nase und Mund. Du hörst den Atem und spürst den Luftzug an der Wange.
- Zählen: Zähle die Atemzüge 30 Sekunden lang und verdopple die Zahl. Neugeborene atmen 40 bis 60 Mal pro Minute (MSD Manual). Unregelmäßig ist erlaubt, solange die Pausen kurz bleiben.
Atemfrequenz nach Alter
- Neugeborene: 40 bis 60 Atemzüge pro Minute (MSD Manual, körperliche Untersuchung des Neugeborenen)
- Säuglinge bis ein Jahr: 30 bis 40 pro Minute (pädiatrische Referenzwerte, University of Southampton NHS)
- Kleinkinder ein bis zwei Jahre: 25 bis 35 pro Minute
Beim Weinen, nach dem Füttern oder bei Fieber atmet dein Baby vorübergehend schneller. Miss die Frequenz deshalb im ruhigen Schlaf. Wenn du beim Zählen unsicher bist: Ein kurzes Video mit dem Handy hilft der Kinderarztpraxis mehr als jede Beschreibung.
Die ersten Wochen mit Baby: Was wirklich zählt
Atmung beobachten, Stillen, Nabel, Vorsorgetermine, Schlaf. Im Wochenbett prasselt alles auf einmal auf dich ein. Unsere kostenlose Wochenbett-Checkliste sortiert die ersten acht Wochen: Was du brauchst, wann welche Untersuchung ansteht und wo du dir Hilfe holst.
Frühgeborene: Wann Atemaussetzer eine Behandlung brauchen
Bei Frühgeborenen ist das Atemzentrum noch unreifer. Fast alle Babys, die vor der 28. Schwangerschaftswoche geboren werden, haben echte Apnoen: Atempausen über 20 Sekunden, oft mit langsamem Herzschlag. Ärztinnen und Ärzte nennen das Frühgeborenenapnoe. In der Klinik wird sie überwacht und bei Bedarf mit einem Medikament behandelt, das das Atemzentrum anregt, meist Koffein. Bei 98 Prozent der betroffenen Kinder verschwinden die Apnoen bis zu einem korrigierten Alter von 40 Wochen, also bis zum ursprünglich errechneten Geburtstermin (MSD Manual, Profi-Ausgabe 2025).
Ist dein Baby ein Frühchen und du beobachtest zu Hause Atempausen, die dir lang vorkommen, gehört das immer in ärztliche Hände. Bei Frühgeborenen gelten strengere Maßstäbe als bei reif geborenen Babys.
Atemmonitor fürs Baby: sinnvoll oder nicht?
Für gesunde Babys ohne Diagnose: nein. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit schreibt, dass im Handel erhältliche Beobachtungsgeräte wie Sensormatten und Schlafunterlagen das Risiko für den plötzlichen Säuglingstod nicht senken und ausdrücklich nicht empfohlen werden. Die American Academy of Pediatrics kommt in ihrer Leitlinie zum sicheren Schlaf (Moon et al., Pediatrics 2022) zum gleichen Schluss: Heim-Monitore für Herz und Atmung sind kein Mittel gegen den plötzlichen Kindstod. Das MSD Manual fasst die Studienlage genauso zusammen.
Was die Geräte dagegen sicher liefern: Fehlalarme, aufgeschreckte Nächte und das Gefühl, ständig kontrollieren zu müssen. Anders ist es, wenn Kinderarzt oder Klinik einen Monitor verordnen, etwa nach einer Frühgeborenenapnoe oder nach einem abgeklärten BRUE. Dann ist das Gerät Teil einer Behandlung, mit Einweisung und klaren Alarmgrenzen.
Sicher schlafen: Was die Atmung deines Babys schützt
Die Schlafumgebung senkt nachweislich das Risiko für den plötzlichen Kindstod. Seit die Empfehlungen zum sicheren Schlaf eingeführt wurden, ist die Zahl der Fälle in Deutschland um etwa 80 Prozent gesunken (BIÖG). Das sind die Punkte, die das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit für das erste Lebensjahr nennt:
- Rückenlage: Leg dein Baby zum Schlafen immer auf den Rücken.
- Eigenes Bett im Elternschlafzimmer: Nah bei dir, aber auf einer eigenen Liegefläche.
- Schlafsack statt Decke: Keine Kissen, keine Nestchen, keine Felle, nichts, was vors Gesicht rutschen kann.
- 18 Grad Raumtemperatur: Überhitzung ist ein Risikofaktor. Wie du dein Baby nachts richtig anziehst, liest du in unserem Artikel Baby nachts anziehen.
- Rauchfrei: Zumindest im Schlafzimmer darf nie geraucht werden.
- Schnuller: Wenn dein Baby ihn mag, biete ihn zum Einschlafen an.
Zucken, Seufzen und kleine Bewegungen im Schlaf gehören übrigens ebenfalls zur normalen Entwicklung. Was dahintersteckt, erklären wir in Baby zuckt im Schlaf. Und wenn dein Baby nachts hörbar atmet oder schnarcht, hilft der Artikel Baby schnarcht beim Einordnen.
Und du? Warum Kontrollieren müde macht
Wer jede Nacht mehrmals aufsteht, um die Atmung zu prüfen, schläft selbst kaum noch. Das ist keine Schwäche, sondern die normale Reaktion auf die Verantwortung für ein winziges Wesen. Erlaubt ist, was dich beruhigt: das Bettchen direkt neben dir, eine kleine Nachtlampe, ein Erste-Hilfe-Kurs, damit du weißt, was du im Ernstfall tun würdest.
Genauso erlaubt ist Entlastung. Ein Baby, das abends leichter in den Schlaf findet, schenkt auch dir ruhigere Stunden. Viele Familien, die wir in über 26 Jahren begleitet haben, berichten genau davon: weniger Wippen auf dem Arm, mehr Schlaf für alle.
Abends stundenlang wippen? Das kann die swing2sleep Federwiege übernehmen.
Die sanfte, gleichmäßige Bewegung der Federwiege erinnert dein Baby an die Zeit im Bauch und hilft beim Einschlafen. Du gewinnst Zeit zum Essen, Duschen oder einfach zum Durchatmen. Teste sie 30 Tage in eurem Alltag, ohne Kaufentscheidung.
Fazit: Beobachten ja, Panik nein
Kurze Atempausen unter 20 Sekunden, nach denen dein Baby rosig und entspannt weiteratmet, sind in den ersten Monaten normal und werden von selbst seltener. Ernst wird es bei Pausen über 20 Sekunden, blauer Haut, Schlaffheit oder fehlender Reaktion: Dann zählt jede Minute, ruf die 112. Alles dazwischen gehört in die Kinderarztpraxis, am besten mit einem kurzen Video. Und ein Monitor ersetzt keine sichere Schlafumgebung: Rückenlage, Schlafsack, 18 Grad, eigenes Bett neben deinem.
Häufige Fragen zu Atemaussetzern beim Baby
Was tun, wenn das Baby Atemaussetzer hat?
Bleib ruhig und schau genau hin. Atmet dein Baby innerhalb von 20 Sekunden von selbst weiter, bleibt rosig und entspannt, ist die Pause normal. Wird es blau oder grau, schlaff oder reagiert nicht: sofort 112 rufen und ansprechen, berühren, sanft die Fußsohlen reiben. Wiederholte auffällige Pausen ohne Notfall gehören zeitnah in die Kinderarztpraxis.
Wie lange sind Atemaussetzer bei Babys normal?
Pausen unter 20 Sekunden gelten bei gesunden Säuglingen als normal, wenn das Baby danach von selbst weiteratmet und die Hautfarbe unauffällig bleibt. Die meisten Pausen dauern nur wenige Sekunden. Ab 20 Sekunden oder bei Blaufärbung, Schlaffheit oder langsamem Herzschlag sprechen Ärztinnen und Ärzte von einer Apnoe, die abgeklärt werden muss.
Bis zu welchem Alter hat ein Baby Atemaussetzer?
Periodische Atmung ist in den ersten Lebenswochen am häufigsten und nimmt bis zum zweiten Lebensmonat deutlich ab. Eine feste Altersgrenze gibt es nicht. Bei Frühgeborenen enden echte Apnoen bei 98 Prozent der Kinder bis zum errechneten Geburtstermin. Beobachtest du nach dem sechsten Monat weiterhin häufige Pausen, sprich es in der Kinderarztpraxis an.
Was verursacht Atemaussetzer beim Baby?
Meist die Unreife des Atemzentrums im Gehirn, das den Atemrhythmus noch ungleichmäßig steuert. Dazu kommen der häufige Wechsel zwischen leichtem und tiefem Schlaf und die engen Atemwege. Seltener stecken Infekte der Atemwege, Reflux oder bei Frühgeborenen die Frühgeborenenapnoe dahinter. Anhaltende oder auffällige Pausen klärt die Kinderarztpraxis ab.
Wie hören sich Atemaussetzer beim Baby an?
Die Pause selbst ist still, dir fällt eher die ungewohnte Ruhe auf. Danach setzt die Atmung oft mit einem tieferen Atemzug, Seufzen oder kurzem Schnauben wieder ein. Auffällig wird es, wenn dein Baby bei jedem Atemzug stöhnt, nach Luft ringt, die Nasenflügel bläht oder sich die Haut zwischen den Rippen einzieht.
Ist ein Atemmonitor für mein Baby sinnvoll?
Für gesunde Babys ohne Diagnose nicht. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit rät ausdrücklich von Sensormatten und Überwachungsgeräten ab, weil sie das Risiko für den plötzlichen Säuglingstod nicht senken. Auch die American Academy of Pediatrics sieht keinen Nutzen. Sinnvoll ist ein Monitor nur, wenn Kinderarzt oder Klinik ihn verordnen.
Wie oft atmet ein Neugeborenes pro Minute?
40 bis 60 Mal pro Minute im ruhigen Schlaf, laut MSD Manual. Säuglinge bis zum ersten Geburtstag atmen etwa 30 bis 40 Mal, Kleinkinder 25 bis 35 Mal. Beim Weinen, nach dem Füttern und bei Fieber ist die Atmung vorübergehend schneller. Zähle 30 Sekunden lang und verdopple die Zahl.
Quellen
- MSD Manual Profi-Ausgabe: Frühgeborenenapnoe (A. L. Balest, überprüft September 2025): Definition Apnoe und periodische Atmung, Verlauf, Heimmonitore
- MSD Manual Profi-Ausgabe: Körperliche Untersuchung des Neugeborenen (D. M. Consolini, Dezember 2024): Atemfrequenz 40 bis 60 pro Minute
- Tieder JS et al.: Brief Resolved Unexplained Events and Evaluation of Lower-Risk Infants. Pediatrics 2016;137(5)
- Moon RY et al.: Sleep-Related Infant Deaths: Updated 2022 Recommendations. Pediatrics 2022;150(1)
- Riordan LL, Kelly DH, Shannon DC: Slow weight gain is associated with increased periodic breathing in healthy infants. Pediatric Pulmonology 1994;17(1):22-25
- BIÖG, kindergesundheit-info.de: Sicher schlafen (Stand 18.11.2025) und Dem Plötzlichen Kindstod vorbeugen (Stand 14.09.2024)
- Deutsches Rotes Kreuz: Wiederbelebung bei Kindern und Säuglingen
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Warnzeichen wende dich an deine Kinderarztpraxis, im Notfall an die 112.














