Hilfe im Formular-Dschungel – unsere Eltern Checkliste

Die Sehnsucht hat ein Ende – endlich ist es da! Euer kleines, zuckersüßes Baby, auf das ihr so lange gewartet habt. Natürlich habt ihr jetzt Besseres zu tun, als euch durch Formulare zu wühlen. Dennoch kommen mit der Geburt eures Kindes einige zu erledigende Formalitäten und Ämtergänge auf euch zu: Aber mit unserer Checkliste geht es um einiges schneller, versprochen!

Unsere Eltern Checkliste hilft euch durch den Formular-Dschungel

Mit der Eltern Checkliste schnell durch den Papierkram

Formulare, Urkunden, Kopien und Anträge – für euren kleinen Nachwuchs müsst ihr schon ganz schön viel Bürokratie erledigen. Verständlich, dass ihr eigentlich viel lieber mit eurem kleinen Wunder kuscheln und es stundenlang betrachten wollt, als euch ausgerechnet jetzt mit diversem Papierkram auseinanderzusetzen. Gut, wenn ihr dann eine swing2sleep habt. Euer kleiner Sonnenschein fühlt sich darin rundum sicher und wohl und selbst das Wiehern des Amtsschimmels wird ihn nicht aus der Ruhe bringen. Er wird rhythmisch auf und ab gewippt, während ihr alle wichtigen Anträge ausfüllt. Mit dem passenden Gestell, könnt ihr die swing2sleep frei im Raum aufstellen – beispielsweise ganz dicht neben euch, um immer wieder einen bezaubernden Blick zu erhaschen.

Damit euch nach der Geburt dafür möglichst viel Zeit bleibt, könnt ihr bereits im Vorfeld einiges an Formalitäten erledigen. Am einfachsten ist es, schon vorher die benötigten Antragsformulare, wie z. B. für das Kinder- und Elterngeld und für die Aufnahme des Kindes in die Krankenkasse zu beantragen. So könnt ihr die Anträge schon so weit wie möglich ausfüllen und nach der Geburt eures Kindes nur noch dessen Vornamen und das Geburtsdatum nachtragen. Ihr müsst euch dann nicht weiter mit dem Papierkram herumschlagen, wenn ihr die Zeit viel dringender für euren Nachwuchs braucht.

Hilfe im Formular-Dschungel – unsere Eltern Checkliste

Die Vaterschaft (falls nicht verheiratet) anerkennen lassen

Wie die Überschrift schon verrät, ist eine Vaterschaftsanerkennung nur von Bedeutung, wenn dein Partner nicht mit dir verheiratet ist. Durch die Anerkennung der Vaterschaft zum Kind kann er offiziell ein Verwandtschaftsverhältnis beantragen und festlegen. Das ist ggf. sehr wichtig für Sorgerechtsfragen oder eventuelle Erbschaftsansprüche. Solltet ihr die Vaterschaftsanerkennung beantragen wollen, muss nicht nur dein Partner zum Standes- bzw. Jugendamt, sondern auch du, weil du als werdende Mutter die Zustimmung zur Anerkennung erteilen musst.

Hinweis: Eine Vaterschaft kann schon während der Schwangerschaft anerkannt werden.

Zeitpunkt: Vor oder nach der Geburt des Kindes

Ort: Jugendamt, Standesamt, Amtsgericht oder Notar

Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Geburtsurkunden der Eltern
  • Personalausweis der Eltern
  • Nachweis über den voraussichtlichen Geburtstermin des Kindes (Mutterpass)
  • Nach der Geburt des Kindes (Geburtsurkunde des Kindes)

Die Geburtsurkunde

Innerhalb der ersten Woche nach der Geburt eures Babys solltet ihr die Geburtsurkunde für euer Kind bei dem zuständigen Standesamt beantragen. Das könnt ihr entweder persönlich machen oder über das Krankenhaus veranlassen lassen. Die gute Nachricht ist, dass viele Krankenhäuser bzw. Klinken die Anmeldung übernehmen. Hierzu erhaltet ihr nach der Geburt einen großen braunen Briefumschlag. Darin findet ihr alle wichtigen Informationen, wie z. B. welche Unterlagen ihr benötigt und welchen Geldbetrag ihr für die Bearbeitung in den Umschlag legen müsst. Dann braucht ihr nur noch die benötigten Daten von euch und eurem Kind einzutragen.

Hinweis: Vergesst nicht zu unterschreiben!

Spätestens in der darauffolgenden Woche sendet euch das zuständige Standesamt die Geburtsurkunde (mit zusätzlichen Ausfertigungen für die Krankenkasse und den Elterngeldantrag) nach Hause.

Zeitpunkt: Innerhalb einer Woche nach der Geburt

Ort: Standesamt oder direkt über das Krankenhaus

Welche Unterlagen benötigt ihr:

Generell:

  • Bargeld für die Kosten der Geburtsurkunden
  • Einen frankierten A4-Briefumschlag

Wenn ihr verheiratet seid:

  • Geburtsbescheinigung der Klink
  • Kopie der Personalausweise der Eltern
  • Geburtsurkunden der Eltern und vorheriger Kinder
  • Ehe- oder Lebenspartnerschaftsurkunde oder beglaubigte Abschrift aus dem Familienstammbuch

Wenn ihr nicht verheiratet seid:

  • Geburtsurkunden der Eltern
  • Falls geschieden: Eheurkunde und Scheidungsurteil
  • Vaterschaftsanerkennung, Zustimmung der Mutter, Sorgeerklärung

Bei ausländischen Staatsangehörigen:

  • Kopien der Reisepässe mit Aufenthaltsgenehmigung
  • Übersetzung der Ehe- und Geburtsurkunden der Eltern

Anmeldung beim Einwohnermeldeamt

Es kann passieren, dass das Standesamt das Einwohnermeldeamt nicht automatisch über die Geburt eures Kindes informiert. Darum empfiehlt es sich, dort einmal telefonisch oder per E-Mail nachzufragen und ggf. auch dort die Geburtsurkunde eures Kindes so bald wie möglich vorzulegen. Wenn ihr diese Gelegenheit gleich nutzen wollt, könnt ihr auch gleich einen Kinderausweis beantragen bzw. euch ausstellen lassen. Dafür benötigt ihr allerdings ein biometrisches Passfoto des Kindes. Auf der Internetseite Bundesministerium des Inneren findet ihr alle weiteren Informationen.

Zeitpunkt: Nach Erhalt der Geburtsurkunde

Ort: Einwohnermeldeamt

Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Biometrisches Passfoto

Kindergeld beantragen

Das Kindergeld beantragt ihr bei eurer zuständigen Familienkasse. Für den Antrag benötigt ihr eine spezielle Ausführung der Geburtsurkunde, die ihr vom Standesamt erhaltet. Der aktuelle Betrag des Kindergeldes liegt für die ersten beiden Kindern bei monatlich jeweils 219 Euro, für das dritte Kind 225 Euro und für jedes weitere Kind 250 Euro. Die Bearbeitung nach Antragstellung dauert ungefähr 4 bis 6 Wochen. Auch wenn euch das Kindergeld seit 2018 noch 6 Monate rückwirkend ausgezahlt wird, solltet ihr euch nach der Geburt mit der Antragstellung nicht allzu viel Zeit lassen.

Zeitpunkt: Nach Erhalt der Geburtsurkunde. Eine rückwirkende Zahlung ist jedoch nur für die letzten sechs Monate vor Eintragseingang möglich

Ort: Familienkasse

Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Antrag auf Kindergeld

  • Extra Ausfertigung der Geburtsurkunde des Kindes

  • Steuer-ID der Eltern und des Kindes

Krankenversicherung

Keine Sorge: Für die ersten Vorsorgeuntersuchungen ist euer Baby über dich (Mutter) mit krankenversichert. Dennoch solltet ihr euch direkt nach der Geburt darum kümmern, euer Kind offiziell über einen Familienantrag bei der zuständigen Krankenversicherung mitzuversichern. Das Kind wird immer bei demjenigen angemeldet, der das höhere Einkommen hat. Hierfür erhaltet ihr vom Standesamt eine spezielle Ausfertigung der Geburtsurkunde. Den Antrag erhältst du auf Anfrage kostenlos von deiner gesetzlichen Versicherung. Sobald der Antrag bearbeitet wurde, bekommt euer Baby eine eigene Versichertenkarte. Sollte diese jedoch nicht rechtzeitig zu den ersten U-Untersuchungen vorliegen, lasst euch von eure Versicherung eine vorläufige Versicherungsbescheinigung zur Vorlage beim Kinderarzt ausstellen. Dann musst du die Versichertenkarte nicht noch beim Arzt nachreichen. Etwas anders sieht es aus, wenn einer von euch privat versichert ist und der Privatversicherte das höhere Einkommen aufweist. In diesem Fall kann euer Kind nicht kostenlos in der gesetzlichen Krankenversicherung mitversichert werden. Die private Versicherung nimmt euer Kind dann aber sofort und ohne Risikoprüfung und Wartezeit auf. Allerdings fällt dafür ein gesonderter Krankenversicherungsbeitrag an. Die Beantragung der privaten Versicherung für euer Kind muss innerhalb der ersten zwei Monate nach der Geburt gestellt werden. Die Versicherung erfolgt dann rückwirkend.

Zeitpunkt: Nach Erhalt der Geburtsurkunde, der Versicherungsschutz tritt entweder direkt bei der Geburt (gesetzliche KV) oder rückwirkend direkt nach der Geburt (private KV) in Kraft.

Ort: Krankenkasse

Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Antragsformular der Krankenkasse
  • Extra Ausfertigung der Geburtsurkunde eures Kindes

Elterngeld beantragen

Die größte Herausforderung im puncto Antragstellung ist die Beantragung des Elterngeldes. Weil dies ein recht komplexes Unterfangen ist, solltest du ihn umso mehr schon vor der Geburt anfordern und so weit wie möglich ausfüllen. Das Elterngeld wird nämlich nur für drei Monate rückwirkend gezahlt. Es gilt also, keine Zeit zu verlieren. Bei Fragen zum Elterngeld kannst du dich auch z. B. in einem Familienzentrum in eurer Nähe gut beraten lassen und dir Hilfe beim Ausfüllen des Elterngeldantrags holen.

In diesem ausführlich erklärtem Video erfährst du detailliert, wie du den Elterngeldantrag ausfüllen musst. Ein solches Erklärvideo gibt es für jedes Bundesland.

Zeitpunkt: Direkt nach der Geburt (Erhalt der Geburtsurkunde) bis spätestens drei Monate nach der Geburt

Ort: Elterngeldstelle

Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Antrag auf Elterngeld
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • Bescheinigung der Krankenkasse
  • Bescheinigung des Arbeitgebers
  • Kopie des Personalausweises
  • Meldebescheinigung
  • Vordruck „Erklärung zum Einkommen“
  • Steuerbescheide beider Elternteile aus dem Kalenderjahr vor der Geburt des Kindes
  • Lohn- und Gehaltsnachweise der letzten 14 Monate
  • Eventuell Vaterschaftsanerkennung

Natürlich können im Einzelfall noch weitere Unterlagen von euch angefordert werden.

Elternzeit beantragen

Um deine geplante Elternzeit bei deinem Arbeitgeber zu beantragen, ist zum Glück kein komplizierter Antrag erforderlich. Doch auch hier gibt es einiges zu beachten. Denke daran, dass du den Antrag auf Elternzeit spätestens sieben Wochen vor dem Beginn der Elternzeit schriftlich bei deinem Arbeitgeber einreichst. Die gute Nachricht: Ein formloses Schreiben reicht. Formuliere es so, dass dein Arbeitgeber genau weiß, für wie lange du in Elternzeit gehen möchtest oder ob planst, nach einer gewissen Zeit wieder in Teilzeit zu arbeiten. Wenn ja, solltest du gleich die gewünschte Stundenzahl und die genauen Arbeitszeiten angeben.

Zeitpunkt: Spätestens sieben Wochen vor dem geplanten Beginn der Elternzeit

Ort: Arbeitgeber

Welche Unterlagen benötigt ihr:

  • Ein Schreiben für den Arbeitgeber mit Angaben des geplanten Zeitraums

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