Zuletzt aktualisiert: August 2026. Verfasst von Maik Schwede, Gründer von swing2sleep.
Das Wichtigste in Kürze
- Top-3-Einschlafhilfen: Geborgenheit durch eine enge, sichere Schlafumgebung (vom klassischen Pucken raten Kinderärzte inzwischen ab), weißes Rauschen in sicherer Lautstärke, sanfte kontinuierliche Bewegung (Wiegen, Federwiege)
- Basis: Feste Rituale und das Schlaffenster von 20-30 Minuten nutzen, ideale Raumtemperatur zum Schlafen laut BZgA: 18 Grad
- Vorsicht bei White-Noise-Geräten: Viele sind ungeprüft und zu laut, nie direkt zum Baby legen
- Häufigster Fehler: Inkonsequente Schlafenszeiten stören den Rhythmus, 8 typische Fehler unten im Detail
- Zeitrahmen: Mit konsequenter Umsetzung Besserung in 1-2 Wochen
Es ist 3 Uhr nachts, du läufst seit Stunden mit deinem Baby über den Flur und dein Rücken brennt. Dann lies zuerst diesen Satz: Du machst nichts falsch. Manche Babys brauchen einfach mehr Hilfe, um zur Ruhe zu kommen, und genau dafür gibt es wirksame Einschlafhilfen.
Mit diesem Problem haben vermutlich alle Eltern mehr oder weniger zu kämpfen: Das Baby schläft einfach nicht so, wie ihr es gerne hättet. Entweder schläft es schlecht ein, es schläft nicht alleine ein, es schläft nicht durch oder es macht die Nacht zum Tage.
Euch als Eltern lässt das möglicherweise schon bald auf dem Zahnfleisch kriechen, denn die Schlafprobleme eures Babys rauben auch euch die dringend benötigte Nachtruhe. Die richtige Einschlafhilfe für Babys zu finden, wird zur Herausforderung - und Schlafentzug kann ziemlich an die Substanz gehen.

Einschlafhilfe für Babys: Hürden auf dem Weg zur Nachtruhe
Gerade für frischgebackene Eltern kann es zum Kraftakt werden, das Baby zum Einschlafen zu bewegen. Dabei schleichen sich überdies schnell Fehler ein, die euch das Leben auch noch unnötig schwermachen. Aber keine Sorge, hier kommt Hilfe!
Wir haben euch hier paar typische Fehler zusammengestellt, die immer wieder vorkommen. Wenn ihr sie in Zukunft vermeidet, ist euch bald vielleicht wieder etwas mehr Schlaf vergönnt.
Welche Einschlafhilfe hilft wirklich? Die Übersicht
Die wirksamsten Einschlafhilfen für Babys sind feste Rituale, das Erwischen des Schlaffensters, eine reizarme dunkle Umgebung, Körperkontakt und rhythmische Bewegung wie in einer swing2sleep Federwiege. Weißes Rauschen wirkt nachweislich, viele Geräte sind jedoch ungeprüft und zu laut. Vom Schreienlassen raten wir in jedem Alter ab.
| Einschlafhilfe | Wirkung | Einordnung | Unsere Einschätzung |
|---|---|---|---|
| Feste Rituale und Schlaffenster | Rhythmus und Vorhersagbarkeit | Schlafmedizinischer Konsens | Die Basis von allem, kostet nichts |
| Abdunkeln | Fördert die Melatonin-Ausschüttung | Wirkmechanismus gut belegt | Einfach umsetzbar, besonders ab dem 3. Monat |
| Begrenzte Schlafumgebung (statt Pucken) | Geborgenheit wie im Mutterleib | Kinderärzte (BVKJ) und die AWMF-Leitlinie raten vom festen Pucken ab: erhöhtes SIDS-Risiko, Hüfte, Überhitzung | Geborgenheit ja, Festwickeln nein. Besser: enge, atmungsaktive Schlafumgebung |
| Weißes Rauschen | Beschleunigt das Einschlafen | Studie: 80 Prozent schliefen binnen 5 Minuten ein, Kontrollgruppe 25 Prozent | Wirkt, aber die Gerätewahl ist kritisch (siehe unten) |
| Körperkontakt und Tragen | Beruhigung über Herzschlag und Wärme | Entwicklungspsychologisch unstrittig | Wirksam, auf Dauer für Eltern erschöpfend |
| Rhythmisches Wiegen und Federwiege | Vestibuläre Beruhigung, tiefere Schlafphasen | Schaukelstudie: schnelleres Einschlafen, mehr Tiefschlaf | Unser Weg: Beruhigen leichter machen statt weniger reagieren |
Pucken: Warum wir es nicht mehr empfehlen
Das Bedürfnis hinter dem Pucken ist real: Babys lieben Begrenzung und Geborgenheit wie im Mutterleib. Der Weg dorthin hat sich aber geändert. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät vom Pucken ab: Es erhöht das SIDS-Risiko, kann Hüftfehlstellungen fördern und birgt Überhitzungsgefahr. Auch die aktuelle medizinische Leitlinie zur Vorbeugung des plötzlichen Säuglingstods empfiehlt, auf festes Einwickeln zu verzichten.
Die gute Nachricht: Geborgenheit braucht kein Festwickeln. Die Federwiege ist die perfekte Schlafumgebung dafür: Sie umhüllt dein Baby eng und atmungsaktiv und gibt ihm dasselbe Gefühl von Halt, ohne Arme und Hüfte einzuschränken.
Weißes Rauschen: wirksam, aber die Geräte sind das Problem
Dass gleichmäßiges Rauschen wirkt, ist gut belegt: In einer Londoner Studie von Spencer und Kollegen schliefen 80 Prozent der Neugeborenen mit weißem Rauschen innerhalb von fünf Minuten ein, in der Kontrollgruppe nur 25 Prozent.
Das Problem ist nicht die Methode, sondern die Geräte. Eine Untersuchung in der Fachzeitschrift Pediatrics testete 14 Einschlaf-Geräte: Alle überschritten auf höchster Stufe die 50-Dezibel-Empfehlung für Neugeborenenstationen, mehrere lagen über 85 Dezibel. Eine Elternbefragung zeigt zugleich: Fast die Hälfte der Eltern legt das Gerät direkt zum Baby in die Wiege.
Wenn ihr weißes Rauschen nutzt: mindestens zwei Meter Abstand zum Baby, leiseste Stufe, nicht die ganze Nacht durchlaufen lassen und das Gerät niemals mit in Wiege, Bett oder Federwiege legen.
„Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, ein eigenes White-Noise-Gerät zum Einlegen in die Federwiege zu produzieren. Es gibt für diese Produkte keine Norm und keine offizielle Abnahme der Lautstärke. Viele Geräte sind schlicht zu laut, gerade wenn sie direkt zum Baby gelegt werden. Dieses Risiko gehen wir mit Babyohren nicht ein.“
Maik Schwede, Gründer von swing2sleep
Was kommt nach dem Einschlafen? Das erste Jahr im Überblick
Schlaf ist nur einer von vielen Meilensteinen im ersten Babyjahr. Unser kostenloses Meilensteine-Paket zeigt dir Monat für Monat, was dein Baby gerade lernt und wie du es dabei begleitest, inklusive Checkliste.
Fehler 1: Die Eltern sind inkonsequent
Kurz gesagt: Wenn Schlafenszeiten täglich variieren, kann der Babykörper keinen stabilen Tag-Nacht-Rhythmus entwickeln. Das Resultat: schlechtes Einschlafen, häufiges Aufwachen und übermüdete Eltern.
Schnellantwort:
Babys brauchen täglich die gleiche Schlafenszeit (±30 Minuten). Ohne feste Routine kann sich kein gesunder Schlaf-Wach-Rhythmus entwickeln.
Es ist vollkommen verständlich und eigentlich ja auch zuckersüß, dass berufstätige Elternteile noch etwas von ihrem Nachwuchs haben und ein bisschen ihrer knappen Zeit mit ihm verbringen möchten, wenn sie abends spät von der Arbeit heimkommen. Also wird die Schlafenszeit kurzerhand ein wenig nach hinten verschoben.
Dies durchbricht jedoch die Routine, die vor dem Schlafengehen unbedingt eingehalten werden sollte. Dabei sind feste Einschlafrituale und Zubettgehzeiten für Babys und Kleinkinder äußerst wichtig.
Auch wenn es schwerfällt, immer konsequent zu sein, tut ihr durch einen laxen Umgang mit den Abläufen weder euch noch eurem Kind einen Gefallen. Wenn die Schlafenszeit ständig variiert, kann das Kind keinen Rhythmus finden. Der Organismus kommt aus dem Takt und weiß nie, wann es Zeit ist herunterzufahren.
Darum: Haltet euch konsequent an feste Einschlafrituale und auch an feste Schlafenszeiten. Diese sind die wichtigste Einschlafhilfe, die nichts kostet.
Fehler 2: Erste Anzeichen von Müdigkeit werden ignoriert
Kurz gesagt: Babys zeigen nur 20-30 Minuten lang optimale Müdigkeit - danach kippt es in Übermüdung mit Stress-Hormonen. Verpasste Schlaffenster bedeuten stundenlange Einschlafkämpfe.
Müdigkeitszeichen erkennen:
- Gähnen
- Augenreiben
- Wegschauen
- Quengeln
Sofort handeln! Nach 30 Minuten ist es zu spät.
Wenn Baby gähnt, sich die Augen reibt, auffallend oft Grimassen schneidet oder die Stirn runzelt und sich zu alledem auch noch deutlich vom Geschehen wegdreht, dann heißt das in der Regel, dass es müde ist und seine Ruhe haben möchte. Eltern sollten diese Anzeichen keinesfalls ignorieren, denn wenn das Baby jetzt nicht zur Ruhe kommt, schüttet sein Körper Stresshormone aus, und dann wird das Einschlafen immer schwieriger. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Schlaffenstern. Solange das Schlaffenster geöffnet ist, kann das Baby relativ leicht einschlafen. Wird dieses Fenster verpasst, habt ihr es dann in der Regel mit einem quengeligen Kind zu tun. Einschlafen wird es jetzt allerdings erst recht nicht mehr!
💡 Was ist ein Schlaffenster?
Definition: Das Schlaffenster ist der optimale Zeitraum von 20-30 Minuten, in dem ein Baby müde genug zum Einschlafen ist, aber noch nicht übermüdet.
Erkennungszeichen: Gähnen, Augenreiben, ruhiger werden, Blick abwenden
Wichtig: Wird das Schlaffenster verpasst, schüttet der Körper Stresshormone (Cortisol) aus - das Baby wird wieder wach und unruhig.
Darum: Beobachtet euer Baby ganz genau und reagiert auf die Signale, die es euch gibt.
Fehler 3: Zu viele Reize
Kurz gesagt: Ein überreiztes Baby kann trotz Müdigkeit nicht abschalten - das Gehirn läuft auf Hochtouren. Mindestens 60 Minuten Ruhe vor dem Schlafen sind essentiell.
Auch wenn es die meisten Eltern einfach nur gut meinen mit ihrem Sprössling: Permanente Reizeinwirkung ist zu viel des Guten. Das Baby findet zwar alles Neue unglaublich spannend, doch so viele Informationen kann es gar nicht verarbeiten. Das hat zur Folge, dass es nur schlecht in den Schlaf findet.
Darum: Sorgt dafür, dass euer Baby mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen nichts Aufregendes mehr erlebt. Auch wilde Spiele, die das Baby aufputschen könnten, sind jetzt tabu.
Fehler 4: Ständiger Wechsel zwischen Familienbett und Babybettchen
Kurz gesagt: Ständige Wechsel zwischen Co-Sleeping und eigenem Bett verwirren das Baby und zerstören Schlafassoziationen. Konsequenz bei der gewählten Schlafumgebung ist der Schlüssel zu ruhigen Nächten.
Ob ihr euer Baby mit euch im Familienbett oder alleine im Babybett schlafen lasst, ist ganz alleine eure Angelegenheit. Hier scheiden sich die Geister wie bei kaum einem anderen Thema. Co Sleeping hat Vor-, aber auch Nachteile.
💡 Was bedeutet Co-Sleeping?
Definition: Co-Sleeping bezeichnet das gemeinsame Schlafen von Eltern und Baby im selben Bett oder Zimmer.
- Bed-Sharing: Baby im Elternbett
- Room-Sharing: Baby im eigenen Bett im Elternschlafzimmer
Empfehlung: Die AAP empfiehlt Room-Sharing ohne Bed-Sharing für die ersten 6-12 Monate.
Sobald ihr euch jedoch für eine Variante entschieden habt, solltet ihr auch dabei bleiben. Bei einem ständigen Wechsel zwischen Schlafen im eigenen Bettchen und Co Sleeping wird der Schlafrhythmus aller Beteiligten nämlich erheblich gestört. Eine erholsame Nachtruhe ist dann nicht mehr möglich.
Darum: Einigt euch als Paar darauf, welche Variante ihr wählt, und haltet euch dann konsequent an diese Abmachung.
Fehler 5: Das Baby überall schlafen lassen
Kurz gesagt: Kinderwagen, Autoschale, Sofa - wechselnde Schlaforte verhindern die wichtige Verknüpfung "Bett = Schlafen". Zusätzlich ist die Schlafqualität außerhalb des Bettes deutlich schlechter.
Nach einem besonders aufregenden Tag ist es nur logisch, dass euer Nachwuchs einfach überall auf der Stelle einschlafen kann. Das macht zwar einen süßen Eindruck und ist auch ungemein praktisch, birgt aber viele Nachteile.
So ist ein Nickerchen im Kindersitz des Autos bei weitem nicht so entspannend wie der feste Schlaf im gemütlichen Bettchen. Dazu kommt, dass die Schlafposition in solchen Kindersitzen alles andere als gesund ist.
Außerdem sollte euer Kind langfristig lernen, das Konzept „Bett" in seinem Bewusstsein mit „Schlafen" zu verknüpfen und umgekehrt. Ebenso sollte das Baby zum Schlafen optimal angezogen sein.
Darum: Legt euer Baby zum Schlafen möglichst immer zu festen Zeiten in sein Bett. Es schläft dort garantiert besser als im Autositz.
Fehler 6: Das Baby wach lassen
Kurz gesagt: "Müde machen fürs Durchschlafen" funktioniert nicht - übermüdete Babys schlafen schlechter und wachen häufiger auf. Auch zu lange Mittagsschlaf (über 2 Stunden) stört den Nachtschlaf.
Für manche Eltern mag die Aussicht darauf, mal wieder eine ganze Nacht durchzuschlafen, so verlockend sein, dass sie sich auf einen verwegenen Plan versteigen. Sie halten das Baby tagsüber so lange wach, bis es abends so richtig müde ist und dann bis zum nächsten Morgen durchschläft.
Falls ihr das für eine gute Idee haltet, müssen wir euch leider enttäuschen. Tatsächlich funktioniert dieser Plan so gut wie nie. Egal, wie müde das Baby auch sein mag, es wird vermutlich trotzdem mitten in der Nacht oder am nächsten Morgen sehr früh aufwachen. Und dann wird es aufgrund des von euch verursachten Schlafdefizits so RICHTIG schlechte Laune haben. Schlaf lässt sich nicht einfach nach Belieben hin- und herschieben.
Durch Schlafentzug wird euer Baby anschließend nicht automatisch länger schlafen.
Wenn euer Baby dagegen stundenlang Mittagsschlaf hält, wird es abends vor Energie strotzen und nicht einsehen wollen, dass es schlafen soll. Drei Stunden Mittagsschlaf verschaffen euch zwar eine Verschnaufpause, sind aber dennoch etwas zu lang. Nach zwei Stunden sollte das Nickerchen zu Ende sein.
Wenn euer Nachwuchs schon abends um sechs hundemüde und kurz vorm Einschlafen ist, kann es sinnvoll sein, das Baby noch ein, zwei Stunden wachzuhalten, bis der Nachtschlaf ansteht. Lasst ihr es um sechs Uhr einschlafen, ist absehbar, dass die Nacht für euch um vier Uhr morgens vorbei ist.
Darum: Schmiedet keinen diabolischen Plan, eurem Kind Schlaf zu entziehen, damit es durchschläft. Das geht nur nach hinten los. Ihr könnt den Schlaf aber ein bisschen regulieren, indem ihr das Mittagsschläfchen nicht ausufern lasst und das Kind abends bis zu seiner regulären Schlafenszeit wach haltet.
Fehler 7: Zu früher Umstieg auf das eigene Kinderbett
Kurz gesagt: Vor dem 3. Lebensjahr fehlt Kleinkindern die Impulskontrolle, nachts im Bett zu bleiben. Das Gitterbett ist Sicherheit, kein Gefängnis - es schützt vor nächtlichen Erkundungstouren.
Viele Eltern können es nicht erwarten und lassen ihr Kind zu schnell im großen Bettchen schlafen. Allerdings empfiehlt es sich, mit dem Auszug aus dem Gitterbettchen zu warten, bis das Kind etwa drei Jahre alt ist. Bis zu diesem Alter hat das Gitter nämlich einen einleuchtenden Sinn: Es verhindert, dass das Kind nachts unbeaufsichtigt auf Erkundungstour geht, wenn es wach wird.
Darum: Habt Geduld. Das Gitterbett schützt eure Kinder, bis sie alt genug sind.
swing2sleep: Die sichere Alternative zum großen Bett
Du kannst nicht die ganze Nacht wippen. Lass uns das übernehmen.
Bevor der Umstieg ins große Kinderbett ansteht, bietet die swing2sleep Federwiege eine ideale Zwischenlösung. Die begrenzten Seitenwände geben deinem Kind Sicherheit und Geborgenheit, ähnlich wie im Gitterbett. Gleichzeitig fördern die sanften Schaukelbewegungen einen tiefen, erholsamen Schlaf. So vermeidet ihr viele der genannten Fehler: Das Baby hat einen festen Schlafplatz, wird vor Reizüberflutung geschützt und kann sein natürliches Schlaffenster optimal nutzen.
Fehler 8: Uneinigkeit zwischen den Eltern
Kurz gesagt: Wenn Mama 19 Uhr und Papa 21 Uhr als Schlafenszeit durchsetzt, verliert das Baby jede Orientierung. Eltern müssen als Team agieren - verschiedene Rituale sind okay, die Grundregeln müssen identisch sein.
Das Aufziehen eures Kindes ist Teamwork, und das funktioniert nur, wenn ihr euch einig seid. Gerade beim Thema Schlafen wird es für das Kind sehr schnell sehr verwirrend, wenn Mama und Papa nicht am gleichen Strang ziehen. So wird es daran gehindert, einen festen Rhythmus zu finden.
Einigt euch, wann das Kind ins Bett soll, und setzt das auch konsequent um.
Das bedeutet übrigens keineswegs, dass auch eure Einschlafrituale genau gleich sein müssen. Im Gegenteil: Kinder lernen schnell, dass Mama und Papa hier unterschiedliche Angewohnheiten haben. Wichtig ist jedoch, dass ihr feste Schlafenszeiten einhaltet und wilde Spiele vor dem Schlafengehen vermeidet.
Darum: Unterstützt und ergänzt euch gegenseitig, aber arbeitet vor allem niemals gegeneinander. Nur so gebt ihr eurem Kind Sicherheit und Struktur.
Die Wissenschaft des Schaukelns: Video mit Maik Schwede
Warum beruhigt Schaukeln Babys so zuverlässig? Im Video erklärt swing2sleep Gründer Maik Schwede, was Studien zur Schlafqualität zeigen und warum horizontales Schaukeln effektiver ist.
Alle Schlafstudien im Überblick
Podcast-Tipp: Babyschlaf zum Anhören
In Folge #66 unseres Podcasts „Vollzeit MÜDE“ geht es um genau dieses Thema: Einschlafhilfe für Babys und die 8 größten Fehler, die du vermeiden kannst. Dauer: knapp 17 Minuten, perfekt für eine Trage- oder Stillpause.
Schreien lassen? Nein. Und Schlaftraining ist etwas anderes.
Beim Schreienlassen sind wir eindeutig: Davon raten wir ab, in jedem Alter. Ein Baby, das ruft, will nichts erzwingen. Es teilt ein Bedürfnis mit, anders kann es das noch nicht. Die Fähigkeit, sich selbst zu beruhigen, entsteht nicht dadurch, dass niemand kommt. Sie entsteht dadurch, dass verlässlich jemand kommt, viele hundert Male, bis das Kind die Beruhigung von innen heraus selbst kann.
Schlaftraining ist damit nicht automatisch vom Tisch, aber es hat zwei Bedingungen, die aus unserer Sicht nicht verhandelbar sind. Erstens gehört es in die Hände einer qualifizierten Babyschlafberatung, die euer Kind und eure Situation kennt, statt nach Schema F aus einem Buch zu laufen. Zweitens braucht es das richtige Alter: Erst wenn ein Kind Zusammenhänge wirklich erfassen kann und erkennbar aus Gewohnheit statt aus Bedürfnis wach wird, kann behutsames Begleiten von Veränderungen sinnvoll sein. In den ersten Lebensmonaten gibt es diese Unterscheidung schlicht nicht, da ist jedes Wachwerden ein Bedürfnis.
Unser Weg setzt deshalb früher an: nicht weniger auf euer Baby reagieren, sondern das Beruhigen leichter machen. Wie sich das anfühlt, beschreibt eine Mutter aus unserer Community:
„‚Ich fand es super‘ ist noch untertrieben. Alles fantastisch. Ich kann die Swing2Sleep allen Eltern weiterempfehlen. Mein Sohn hat neben seinem Bauchweh auch Schwierigkeiten ein- und weiterzuschlafen. Die Swing2Sleep ist eine wahnsinnige Entlastung. Nicht nur der kleine Mann ist entspannter, sondern auch Mama. Auch hab ich selten einen so netten Kundenservice erlebt. Vielen lieben Dank. Weiter so!“
Melanie B., 5-Sterne-Bewertung via Facebook
Tipp: Nicht aufgeben!
Ja, die Nächte können hart sein. Ja, ihr werdet manchmal verzweifelt sein. Und ja, es wird Momente geben, in denen ihr denkt: "Das wird nie besser!"
Aber hier die gute Nachricht: Jede kleine Verbesserung zählt. Beginnt mit einem der 8 Fehler - dem, der euch am leichtesten fällt. Vielleicht führt ihr erst mal feste Schlafenszeiten ein. Nach einer Woche nehmt ihr den nächsten Punkt dazu.
Dokumentiert die Fortschritte in einem Schlafprotokoll. Ihr werdet überrascht sein, wie viel sich in 2-3 Wochen verändern kann. Und denkt daran: Ihr seid nicht allein. Jedes Elternpaar kämpft mit Schlafproblemen - manche mehr, manche weniger.
Praktische Soforthilfe für heute Nacht:
- Achtet auf die ersten Müdigkeitszeichen
- Dimmt das Licht eine Stunde vor dem Schlafengehen
- Haltet die Routine ein, auch wenn es schwerfällt
- Wechselt euch ab - erschöpfte Eltern treffen schlechte Entscheidungen
Maik und das Team von swing2sleep wünschen euch Kraft, Geduld und vor allem: erholsame Nächte. Sie werden kommen - versprochen!
Im Folgenden findest du häufig gestellte Fragen rund um Einschlafhilfen und Babyschlaf
Die meisten Babys können ab einem Alter von etwa 6 Monaten längere Schlafphasen von 6 bis 8 Stunden bewältigen. Echtes "Durchschlafen" im Sinne von 10 bis 12 Stunden entwickelt sich oft erst zwischen dem 9. und 12. Monat. Wichtig: Jedes Baby ist anders und nächtliches Aufwachen ist bis ins Kleinkindalter völlig normal.
Ein Schlaffenster dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten. In dieser Zeit ist das Baby müde genug zum Einschlafen, aber noch nicht übermüdet. Wird das Fenster verpasst, schüttet der Körper Cortisol aus, und das Einschlafen wird deutlich schwieriger.
Ja, das ist wissenschaftlich belegt. Eine Studie zur Wirkung von Schaukelbewegungen auf den Schlaf zeigt, dass vestibuläre Stimulation den Übergang in den Schlaf beschleunigt und tiefere N2- und N3-Schlafphasen fördert. Eine Frequenz von etwa 0,25 Hz gilt dabei als optimal.
Empfohlen wird ein Umzug ins eigene Kinderbett ab einem Alter von etwa 3 Jahren. Vorher fehlt vielen Kleinkindern die Impulskontrolle, nachts im Bett zu bleiben. Das Gitterbett bietet bis dahin Sicherheit und verhindert nächtliche Erkundungstouren.
Das hängt stark vom Alter ab. Neugeborene schlafen 16 bis 18 Stunden täglich, ab dem 6. Monat verteilen sich rund 14 Stunden Schlaf auf Nacht und 2 bis 3 Tagesschläfchen. Wichtig: Der Mittagsschlaf sollte 2 Stunden nicht überschreiten, sonst leidet der Nachtschlaf.














