Partnerschaft – Haben Eltern ein Recht auf Zweisamkeit?

Partnerschaft – Haben Eltern ein Recht auf Zweisamkeit?
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Leider ist die Realität hart: sobald einmal Nachwuchs da ist, konzentrieren sich beide Elternteile nahezu ausschließlich auf das Kind. Eure Partnerschaft bleibt dabei leider allzu häufig auf der Strecke. Ihr seid nicht mehr Mann und Frau, sondern Mama und Papa.

Partnerschaft

Klar wird alles anders, wenn erst mal das Baby da ist, und dass Ihr Euch beide aufopfernd darum kümmert, versteht sich ja auch irgendwie von selbst. Aber gerade bei Schreikindern liegen ziemlich schnell die Nerven blank. In jedem Fall ist es dann sinnvoll, sich mit der Betreuung des Kindes abzuwechseln, bevor bei einem Elternteil endgültig die Sicherung durchbrennt.

Aber wie sieht es eigentlich aus mit trauter Zweisamkeit?

Sind diese Zeiten, wenn Baby erst mal da ist, nun wirklich ein für alle Mal vorbei…? Dürfen Eltern so egoistisch sein und auch ihre eigenen Interessen verfolgen?

Ja, sie dürfen.

Sie sollen sogar – so lautet die Ansicht verschiedener Erziehungsexperten und Familienberater.

Überhöhte Erwartungshaltung

Heutzutage herrscht leider oft eine völlig überhöhte Erwartungshaltung. Schon nach kurzer Zeit will die Mutter zurück in ihren Beruf. Das heißt, alles muss möglichst schnell „laufen wie am Schnürchen“. Haushalt, Familie, Beruf.. alles muss unter einen Hut gebracht werden. Das ist aber gar nicht so einfach – irgendetwas bleibt dabei meistens auf der Strecke. In dem Fall ist es oft die Partnerschaft. Neben der Arbeit, dem Erziehen des Kindes und dem Haushalt bleibt einfach zu wenig „Luft“ für Romantik, Zweisamkeit, Partnerschaft und Gespräche. Und wenn man mal miteinander spricht, dann garantiert über die Belange des Kindes – Windeln, Stillen, Schlafen etc.

Idealisierung

Außerdem bekommt man Kinder heute nicht mehr „einfach so“: alles wird bis im Detail geplant und, wenn das Baby dann da ist, dreht sich alles, einfach alles, nur noch um den Nachwuchs – und das 24 Stunden am Tag! Das Kind rückt in den Mittelpunkt des Universums von Mutter und Vater. Da die Mutter recht schnell wieder arbeiten geht, versucht sie, die ihr verbleibende Zeit mit dem Kind zu intensivieren – das ist ja auch gut so, aber eben nur bis zu einem gewissen Grad.

Dabei bleibt nicht nur die Partnerschaft auf der Strecke, sondern auch es gehen alte Freundschaften in die Brüche, Hobbys werden vernachlässigt. In den ersten Wochen nach der Geburt ist es vermutlich auch gar nicht anders machbar – schließlich braucht ein Neugeborenes seine Eltern tatsächlich rund um die Uhr. Aber irgendwann dürft Ihr als Eltern tatsächlich auch wieder an Euch selbst denken und Euch auf eine intime Partnerschaft zurückbesinnen. Da war doch mal was…

Freiräume schaffen in der Partnerschaft

Deswegen ist es so wichtig, dass Eltern sich Freiräume schaffen – am besten so früh wie möglich. Ein bisschen Egoismus hat noch keinem geschadet! Auch nicht dem Nachwuchs. Kinder sollten nämlich früh lernen, dass auch ihr Eltern Menschen sind, die ihre eigenen Bedürfnisse haben, und dass eben ihre Bedürfnisse nicht immer und unmittelbar befriedigt werden können (mit Ausnahme eines Babys im ersten halben Lebensjahr versteht sich). Das heißt, dass Ihr Euer Baby ruhig einmal abgeben könnt – je früher man damit anfängt, desto einfacher wird es. So wird der Nachwuchs auch an andere Menschen gewöhnt und ist nicht ausschließlich auf ein bis zwei Personen fixiert. Das soll natürlich nicht heißen, dass Ihr es „herumreichen“ oder gar „abschieben“ sollt – aber wenn zum Beispiel Großeltern in der Nähe wohnen – warum sollte das Baby nicht einmal die Woche für ein paar Stunden in deren Obhut gebracht werden? Das ist auch bei Stillkindern möglich – dann eben nur zwei Stunden oder mit einem Fläschchen voll abgepumpter Milch. Sind keine Großeltern in der Nähe, wäre eine Leihoma oder ein Babysitter eine Alternative. Zugegebenermaßen fällt Loslassen schwer. Aber es fühlt sich einfach auch gut an, wenn man das Baby in guten Händen weiß und einmal für kurze Zeit die Verantwortung abgeben kann.

Regelmäßige Zeit zu zweit zum Beispiel fürs Kino, Essen oder tanzen gehen – das gibt Kraft für die nächste turbulente Phase mit Kind und festigt die Beziehung – auch dann, wenn Ihr in dieser Zeit schon wieder ausschließlich über Euer Baby sprecht! Ihr seid mal wieder unter Euch, so wie früher.

Warum scheitern Beziehungen am Kind?

Viel zu oft gehen Beziehungen in die Brüche, weil Eltern sich dermaßen auf ihr Kind fixieren, dass sie nach Jahren feststellen: eigentlich haben wir außer der Kindern überhaupt keine Gemeinsamkeiten mehr. Schnell sind die Kinder flügge und spätestens dann wird klar: das war´s dann wohl. Das liegt aber nicht vorrangig am Kind, sondern daran, dass Paare oft unvorbereitet an die Elternschaft herangehen. Und zwar nicht darin, wie sie mit dem Kind umgehen sollen, sondern darin, was genau auf sie zukommt. Sicher – keiner kann es sich vorstellen, wie es wohl konkret mit Baby werden wird. Trotzdem dürfen sich Eltern ruhig von vornherein fest vornehmen, ihre Zweisamkeit nicht völlig aus den Augen zu verlieren. Dass beide dafür etwas tun müssen, ist aber auch klar.

So schön und aufregend es ist, Kinder zu haben: sie sollten nicht dauerhaft zum Mittelpunkt Eures Lebens werden oder Euch keine Luft mehr zum Atmen lassen bzw. jeglichen Freiraum einnehmen. Das tut keinem gut – weder dem Kind noch Euch!

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