Das Baby richtig tragen aber wie?

Das Baby richtig tragen aber wie?
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Das Baby richtig tragen aber wie?

In diesem Artikel möchten wir euch gerne aufzeigen, welche Fehler beim Tragen eures Babys  unbewusst entstehen können. Wir erklären euch, warum ihr euer Baby nicht mit dem Gesicht nach vorne tragen solltet!

Gerade wenn ihr ein Schreibaby habt, bringt das Tragen in einem Tragetuch oder einer Tragehilfe euch und eurem Baby eine Erleichterung. Euer Baby wird durch das Tragen, sofort wieder in seine bekannte Welt zurückversetzt. Es ist eng an dich/euch geschmiegt, wird gehalten und geschaukelt. Euer Baby spürt eure Körperwärme und hört euren beruhigenden Herzschlag. Gerade Schreibabys sollten vor zu vielen Sinneseindrücken abgeschirmt werden. Es fühlt sich wieder rundum „zu Hause“. Zusätzlich findet eine wichtige niederschwellige Kommunikation zwischen euch und eurem Baby statt. Mehr zu diesem Thema findet ihr im Blogartikel “Babys sind Traglinge“.

Allerdings kann man beim Tragen tatsächlich auch so einiges falsch machen. Viele Eltern sind der Meinung, sie tun ihrem Sprössling etwa Gutes, wenn sie es „verkehrt herum“ in die Tragehilfe setzen, sprich, mit dem Gesicht nach vorne, weg vom Tragenden. Denn dann kann das möglicherweise quengelnde Kind etwas sehen und wird abgelenkt. „Mein Kind ist so neugierig, es will immer etwas sehen“. Nur: Ist das wirklich so gut fürs Kind?

Mit dem Gesicht nach vorne? Bitte nicht!

Natürlich wollen Babys ab einem gewissen Alter nicht mehr ganz eng an Mamas Busen gedrückt getragen werden, sondern von ihrer Umgebung etwas mitbekommen. Dennoch ist es eine Fehlannahme, dem Baby etwas Gutes zu tun, wenn man es mit dem Gesicht nach vorne trägt. Warum? Aus folgenden Gründen:

  • Die Anhock-Spreiz-Stellung, die für das Baby so wichtig ist (der tiefste Punkt beim Sitzen im Tuch oder in der Trage ist der Po. Die Knie hingegen befinden sich auf Bauchnabelhöhe  (“M” Position). Tragt ihr euer Baby mit dem Gesicht nach vorne, kann es diese Position nicht mehr einnehmen. Die Beine des Kindes baumeln nach unten, die Oberschenkel sind nicht gestützt. Es sitzt nicht ergonomisch und zudem ist diese Haltung unbequem: das Gewicht eures Babys lastet dabei auf seinem Genitalbereich! Dass das unangenehm sein muss, könnt ihr euch sicher unschwer vorstellen. Außerdem: Babys haben einen Rundrücken, der mit dem Tuch oder der Trage sanft unterstützt werden soll. Schaut es nach vorne, geht es vielmehr ins Hohlkreuz – das ist schlecht für den Rücken!
  • Das Kind ist möglicherweise zu vielen Reizen ausgesetzt. Das Resultat wäre genau das Gegenteil von dem, was ihr eigentlich erreichen wollt. Denn es mag zwar sein, dass Baby etwas erleben will, wenn es getragen wird, wenn es jedoch mit dem Gesicht zum Tragenden getragen wird (so, wie es empfohlen wird), kann es sich bei Bedarf, wenn ihm alles zu viel wird, einfach mal zurückziehen und eine Runde kuscheln. Mit dem Gesicht nach vorne ist dies nicht möglich! Es kann sich der Menge an Reizen, die auf es einprasseln, gar nicht entziehen. Vor allem für sensible Kinder, worum es sich bei Schreibabys zweifellos handelt, kann dies schnell zu viel werden.
  • Sollte das Baby einschlafen, hängt sein Kopf irgendwie herunter, weil es ihn nicht abstützen kann, wie es anders herum der Fall wäre. Bequem ist auf jeden Fall anders!
  • Wenn du mitsamt deinem Baby vor dem Bauch jemanden triffst und dich mit ihm unterhältst, kommt dieser dem Baby möglicherweise ungewollt zu nahe. Wir alle – auch Erwachsene – haben sozusagen einen Wohlfühl-Abstand, den wir normalerweise anderen gegenüber wahren. Das Baby fühlt sich hier möglicherweise bedrängt und kann sich ebenfalls wiederum nicht zurückziehen.

Warum trägt man das Baby überhaupt?

Die hier aufgelisteten Vorteile sind medizinisch belegt und sind für euch und eurem Baby überaus wichtig. Aus eigener Erfahrung, wissen wir, wie es ist mit seinem Baby auf den einen Arm und dem Kinderwagen in der anderen Hand, spazieren zu gehen. Nicht nur, dass man den verdammten Kinderwagen möglichst gerade lenken muss, da man sonst irgendwelche parkenden Autos demoliert oder in irgendeiner Hecke landet, nein man fragt sich immer wieder, wie können 4-8 Kilo so schwer werden.

  • enge Bindung (euer Baby fühlt sich unvergleichlich sicher und extrem wohl)
  • regt die positive Entwicklung eures Kindes an
  • beruhigend bei Koliken oder Ängsten
  • endlich freie Hände und mobil unterwegs
  • getragene Kinder schreien deutlich weniger
  • Tragen kann deutlich dazu beitragen, die elterliche Feinfühligkeit zu stärken
  • Tragen in der Anhock-Spreiz-Stellung beugt nachweislich Hüftdysplasie vor
  • stärkt enorm das Urvertrauen

Das Kind will zum einen die Möglichkeit haben, mit euch in einer Interaktion zu treten, zum Beispiel, in dem es mit euch Blickkontakt hat oder euch (falls ihr es auf dem Rücken trägt) zumindest mit seinen Händchen etwas mitteilen kann. Jedes Kind will seine Umgebung kennen lernen. Allerdings läuft dies bei Babys noch eher behutsam ab; es lernt, dann mag es sich wieder zurückziehen, dann lernt es wieder und so weiter. Eine Pause zwischen all dem Neuen, was es zu entdecken gibt, ist deswegen immer wichtig.

Fazit: Probiert unbedingt das Tragen aus aber in der für euer Baby korrekten Position!

Also: Wenn ihr euer Baby tragt – und das solltet ihr unbedingt tun – dann tragt es bitte ausschließlich mit dem Gesicht zu euch, also Bauch auf Bauch, oder eben auch etwas später auf dem Rücken, Bauch an Rücken oder auf der Hüfte. Auch wenn es immer noch einige Hersteller von Tragehilfen gibt, die das anders bewerben und auch wenn man es im Film immer wieder anders sieht! Gebt ihm die Möglichkeit, sich bei Bedarf zurückzuziehen und zu kuscheln.

Wenn es etwas sehen will, dann bindet das Tragetuch oder die Tragehilfe anders, so dass das Köpfchen frei ist und sich bewegen kann. Oder ihr setzt es euch, wenn es schon etwas größer und neugierig ist, tatsächlich auf euren Rücken oder auf eure Hüfte. Von dort hat es nämlich einen wunderbaren Rundumblick!

Nicht nur das Tragen, sondern auch das Schaukeln und Wiegen in der Swing2Sleep Federwiege gibt eurem Baby ein Gefühl der Vertrautheit und Geborgenheit. So könnt ihr eurem Baby auch zu Hause ein einzigartiges Gefühl von Entspannung und Sicherheit geben, ohne es immer tragen zu müssen. Entscheidet euch jetzt für den Kauf einer Swing2Sleep oder erlaubt euch, die unvergleichbare Möglichkeit diese Federwiege unverbindlich zu mieten.

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Wenn du still bist, verstehen dich nur die Menschen, die dich fühlen. Das Team von Swing2Sleep wünscht euch eine gelungende und kuschelige Tragezeit.

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